Ins Eifeler Mühlsteinrevier (Themenweg)

Ettringer Ley

Ettringer Ley

Der Abbau und die Verwertung vulkanischen Gesteins (Basalt, Lava, Bims) hat in der Osteifel eine lange Tradition. Schon seit der Römerzeit wurde Basalt in der Vulkaneifel abgebaut und genutzt, diese Tradition setzt sich bis heute fort. In der Region gibt es eine Vielzahl stillgelegter Steinbrüche, die zugänglich sind und die einen Eindruck vermitteln von der Mächtigkeit der Gesteinsschichten. Die steilen Grubenwände sind beliebt bei Kletterern, Wanderwege verbinden Gruben miteinander und führen in diese hinein. Zahlreiche Tafeln informieren über Vulkanismus, Steinabbau, Technik und Leben der Menschen in vergangenen Jahrhunderten.

Unser Wandervorschlag (10,4 km; 214 hm) folgt weitgehend dem (markierten) “Eifeler Mühlsteinwanderweg” im “Eifeler Mühlsteinrevier”, wechselt aber bei den Sieben Stuben und beim Kottenheimer Winfeld auf den Traumpfad Vulkanpfad. Hinter dem Junker Schilling verlassen wir den markierten Weg und wandern zum Kottenheimer Bahnhof. Von dort fährt die Bahn stündlich zum Bahnof Mayen Ost zurück.

Wegverlauf: Mayen, Vulkanparkstation Grubenfeld – Ettringer Lay – Sprengstoffbunker – Sieben Stuben – Kottenheimer Winfeld – Gestickte Straße – Junker Schilling – Bahnhof Kottenheim

Informationen zum Weg mit Karte zum Ausdrucken und GPS-Track zum Herunterladen gibt es bei Outdooractive, unseren Fotobericht bei Facebook.

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Ahr-Wandertipp: Kletterpfad zum Schwedenkopf

Der Kletterpfad

Der Kletterpfad

Unser Wandervorschlag (5,3 km; 231 hm) wendet sich an erfahrene Wanderer, denn sein Herzstück ist ein Kletterpfad (Alternativroute der Saffenburgunde), der vom Rotweinwanderweg auf einer Strecke von 100 m zur Forsterberg Hütte gleichzeitig 100 m ansteigt. Das ist steil!!! Der Pfad ist felsig, steile, sandige Abschnitte erfordern Trittsicherheit, der Einstieg ist durch Seile gesichert. Wir empfehlen, den Pfad ausschließlich aufzusteigen! Der Aufstieg allein ist ein Erlebnis, er wird belohnt durch viele spektakuläre Ausblicke über Ahrtal, Weinberge und Saffenburg.

Blick vom Schwedenkopf auf die Saffenburg

Blick vom Schwedenkopf auf die Saffenburg

Wegverlauf: Weinhaus Michaelishof – Rotweinwanderweg – Korbach Hütte – Kletterpfad (Alternativroute der Saffenburgunde) – Forsterberg Hütte – Schwedenkopf – Michaelskapelle – Rotweinwanderweg – Weinhaus Michaelishof

Informationen zum Weg mit Karte zum Ausdrucken und GPS-Track zum Herunterladen gibt es bei Outdooractive, unseren Fotobericht in Facebook.

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Wandertipp: Spätsommer an den Dauner Maaren

Die Farben des Spätsommers an den Dauner Maaren

Die Farben des Spätsommers an den Dauner Maaren

Die 3 Dauner Maare umrundet dieser Weg (8,7 km und 260 hm) in Form einer „8“: Das Schalkenmehrener, das Weinfelder und das Gemündener Maar. Mal führt er an die Maarufer, immer wieder auf die Höhen und eröffnet dabei den Blick auf die „Augen der Eifel“ und weit über die Eifelhöhen.

Er startet in Schalkenmehren gegen den Uhrzeigersinn, führt über das Maarkreuz zum Weinfelder Maar, hinüber zur Weinfelder Kirche, auf das Gemündener Maar zu und am Dronketurm auf dem Mäuseberg vorbei zurück nach Schalkenmehren.

Informationen zum Weg mit Karte zum Ausdrucken und GPS-Track zum Herunterladen gibt es im EifelPfadFinder, unseren Fotobericht in Facebook.

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Heideblüte: Traumpfad Bergheidenweg

Blick vom Heinrich-Menke-Park auf Hohe Acht und …

Blick vom Heinrich-Menke-Park auf Hohe Acht und …

Über die Eifel verteilt findet man eine Vielzahl schöner (Wacholder-) Heideflächen. Wir berichteten u.a. über das Naturschutzgebiet Struffelt in der Städteregion Aachen, die Drover Heide vor den Toren Dürens, die Schavener Heide bei Satzvey und die Heidefläche am Weiselstein bei Gut Schirmau, um nur einige zu nennen.

 

... Nürburg

… Nürburg

Allseits bekannt sind die bedeutenden Heideflächen auf den Traumpfaden Bergheidenweg und Wacholderweg. Wir haben die Heideblüte auf beiden Wegen kürzlich bewundert; unsere fotografischen Eindrücke finden Sie in Facebook.

 

 

Wegverlauf: Parkplatz am Raßberg – Heidbüchel – Umleitung ins Selbachtal oberhalb der Netterhöfe – Selbachtal – Heinrich-Menke-Park – Adenauer-Denkmal – Raßberg – Parkplatz.

Informationen zu dieser Wanderung mit Karte zum Drucken und GPS-Track finden Sie im EifelPfadFinder und natürlich auch auf der Homepage der Traumpfade.

Hinweis: Das Wegemanagement der Traumpfade vermeldet, dass der Bergheidenweg derzeit geschlossen sei. Hintergrund ist nach unserer Kenntnis eine Störung (eine umgestürzte Buche im Bereich Nette-/Selbachtal). Wir sind oberhalb der Netterhöfe der der markierten Umleitung gefolgt, die für den Fall eingerichtet wurde, dass die Trittsteine über den Bach Nette bei anhaltender nasser Witterung nicht passierbar sind; dadurch konnten wir die Störung umgehen.

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Wandertipp Westerwald: Iserbachschleife

Burgruine Isenburg

Burgruine Isenburg

Zwei Runden (die Nordschleife (15,4 km; 371 hm) und die Südschleife (11,9 km; 386 hm)) formen – miteinander verbunden -  die zwei Gesichter der Iserbachschleife (20,9 km; 605 hm). Rollende Hügel, weite Blicke über den Westerwald bis hin zur Eifel sowie die Fischteiche im Siehrsbachtal und Iserbachtal prägen das Bild der Nordschleife, beeindruckend auf der Südschleife sind insbesondere die mittelalterlichen Kulturdenkmäler Wallfahrtskapelle Hausenborn und Burgruine Isenburg mit der  Schildpforte.

Wegeverlauf Nordschleife (im Uhrzeigersinn): Anhausen, Parkplatz “Auf dem Löh” – Evangelische Kirche Anhausen – Aussichtskanzel Rüscheid – Siehrsbachtal – Veltens Weiher – Iserbachtal – Angelweiher ASV Thalhausen – Thalhauser Mühle – Verbindungsweg – Anhausen, Parkplatz “Auf dem Löh”

Wegeverlauf Südschleife (gegen den Uhrzeigersinn): Anhausen, Parkplatz “Auf dem Löh” – Steinbachtal – Wallfahrtskapelle Hausenborn – Burgruine Isenburg – Schildpforte – Iserburgblicke – Iserbachtal – Thalhauser Mühle – Verbindungsweg – Anhausen, Parkplatz “Auf dem Löh”

Informationen zur Iserbachschleife sowie ihrer Nord- und Südschleife mit Karte zum Ausdrucken und GPS-Track zum Herunterladen gibt es bei Outdooractive: IserbachschleifeNordschleife und  Südschleife; unseren Fotobericht in Facebook.

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Hohes Venn: Genusstour 21 (für Genießer verfeinert)

Im Zauberwald

Im Zauberwald

Die „Genusstour 21 – Eine andere Welt“ (Tourismusagentur Ostbelgien) ist Wanderkost vom Feinsten; mehr noch, sie bietet Wandergenuss nach der „Nouvelle Cuisine“ des Wanderns: regional, naturnah, nur erlesene Zutaten. Gleichwohl, nachdem wir das Wandergericht abgeschmeckt hatten, fanden wir, dass man es noch etwas verfeinern müsste. Das Amuse-Gueule und das Dessert, in der Wandersprache der Verbindungsweg vom Start am Nationalpark-Infopunkt Roetgen zum Entrée (das sind hin und zurück jeweils ca. 1,6 km über Asphalt) lagen uns dann doch schwer im Magen. Mit einer veganen Lösung, d.h. dem Zuweg über Wiesengelände vom Wanderparkplatz Weserbrücke nahe der Charliersmühle, runden wir das Wandergericht geschmacklich ab zu einem Wander-Festtagsmenü!

An der Weser

An der Weser

Unsere Runde führt entlang dreier Bäche (Weser, Eschbach und Steinbach), durch Zauberwald und am Rand des Kutenhart Venns in eine andere Welt. Mannshoher Farn wirkt urweltlich, ein Drehort geschaffen für Jurassic Park. Mauerreste des ehemaligen Reinartzhofes und Infotafeln geben einen Eindruck vom Leben im Hohen Venn zu Beginn und in der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Der Streckenverlauf: Roetgen / Wanderparkplatz Weserbrücke – Weser – Eschbach – Kutenhart-Venn – Reinartzhof – Reinartzhof Mittelhof – Reinartzhof Unterhof – Braun Neickenkreuz – Steinbach – Eschbach – Weser – Roetgen / Wanderparkplatz Weserbrücke

Die Route ist mit einem grün-weißen Rechteck markiert.

Informationen zur (offiziellen) „Genusstour 21 – Eine andere Welt“ (Tourismusagentur Ostbelgien) findet man bei Outdooractive , dort auch unsere „verfeinerte“ „Variante Genusstour 21 für Genießer“; unseren Fotobericht gibt es bei Facebook.

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Ahr: Mit Kinderwanderspaß zum Teufelsloch

Blick auf Kreuzberg und die gleichnamige Burg

Blick auf Kreuzberg und die gleichnamige Burg

Von Altenahr aus steigt diese Runde (4,5 km; 176 hm) steil aus dem Ahrtal über schroffe Felsen und Treppen, vorbei an Aussichtspunkten, von denen aus man schöne Blicke über Stadt, Ahrtal und Burg Are hat. Nach einem strammen Aufstieg erreicht man das Teufelsloch. Unten im Tal fließt der Fluss in enger Schleife durch das Langfigtal. Wir folgen dem Felsenpfad etwa einen halben Kilometer und steigen bald auf schmalem Pfad wieder hinab in das Tal. Auf der linken Seite des Flusses kehren wir zum Start zurück.

Die schroffen Felsen, die Stufen, die Aussichten, der schmale Pfad zurück ins Tal, besonders aber der seilgesicherte Aufstieg zum Teufelsloch sind ganz nach dem Geschmack jüngerer Wanderer. Die Runde ist ein sehr empfehlenswerter KinderWanderSpaß. An warmen, sonnigen Tagen kann, wer mag, sich in der Ahr erfrischen.

Informationen zu dieser Wanderung mit GPS-Track zum Herunterladen und Karte zum Ausdrucken finden Sie bei Outdooractive, unseren Fotobericht bei Facebook.

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Veränderliche Krabbenspinne

Veränderliche Krabbenspinne und Großes Ochsenauge auf Skabiose

Veränderliche Krabbenspinne und Großes Ochsenauge auf Skabiose

Wenn Sie das nächste Mal an einer blütenreichen Wiese vorbeiwandern, achten Sie mal darauf, ob an einer der Blüten ein Schmetterling wie panisch zappelt (oder schlapp herunterhängt). Dann könnte sich aus Sicht des Schmetterlings eine Tragödie abspielen; die Veränderliche Krabbenspinne, die da mit im Spiel ist, sieht das allerdings anders: Sie sichert ihren Lebensunterhalt. Auf unserem Foto ist ein Großes Ochsenauge auf einer Skabiose das Opfer.

Veränderliche Krabbenspinne und Würfeliger Dickkopffalter auf Wegerich

Veränderliche Krabbenspinne und Würfeliger Dickkopffalter auf Wegerich

Die Spinne ist in der Lage, ihre Körperfarbe an die jeweilige Blütenfarbe anzupassen. Allerdings sind zu diesem Farbwechsel nur adulte Weibchen befähigt. Ihre Beute besteht aus Insekten aller Art, z.B. Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Schmetterlingen oder kleineren Käfern. Diese sind oft um ein Mehrfaches größer als die Spinne. Sie ergreift ihre Beute blitzschnell mit den beiden kräftigen und stark vergrößerten Vorderbeinpaaren und tötet ihre Opfer meist durch einen sehr schnell wirkenden Biss in den Hinterhals.

Veränderliche Krabbenspinne und Weißbindiger Mohrenfalter auf Acker-Witwenblume

Veränderliche Krabbenspinne und Weißbindiger Mohrenfalter auf Acker-Witwenblume

Die Krabbenspinnen-Männchen sind wesentlich kleiner als die Weibchen (nur drei bis fünf Millimeter, während die Weibchen bis zu 10 mm lang sind.). Im Gegensatz zu ihnen können sie ihre Farbe auch nicht ändern. Die Paarung mit den Weibchen findet im Frühsommer statt. Jedoch: keine Chance ist ohne Risiko; das Männchen kann bei der lustvollen Veranstaltung selbst zur Beute des gefräßigen, undankbaren Weibchens werden.

Daher mein Rat an die Männchen der Gattung Misumena vatia (frei nach Zarathustra): „Verabschiede dich schnell und diskret, wenn Du zum Weibe gehst!“

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Im Hohen Venn – Kühle Bachtäler bei Ternell

An der Hill

An der Hill

Gestern haben wir Ihnen Oscar-reifes Wanderkino an den Wasserfällen der Hoëgne und Statte vorgestellt. Heute zeigen wir Ihnen – um im Bild zu bleiben – einen „Kurzfilm“, den wir ebenfalls für höchste Ehren nominieren würden: Eine Runde (8,1 km; 185 hm) durch die Täler der Bäche Ternell, Hill und Getz.

Die Täler sind eng, die Bäche sind wild, die Pfade sind felsig und von knorrigen Wurzeln durchzogen. Die Tour bietet ein sehr naturnahes Wandererlebnis, für Kinder ab 6 Jahren ein idealer Wanderspaß!

Öffnen Sie bitte die beigefügte Karte und lassen Sie sich durch die Bilder zu der Wanderung inspirieren.

Unsere Aufnahmen stammen vom 19. Juni 2020.

Hinweis: Hunde sind auf dieser Runde erlaubt.

Informationen zum Weg mit Karte zum Ausdrucken und GPS-Track zum Herunterladen gibt es bei Outdooractive, unseren Fotobericht bei Facebook.

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Venn: Und der Oscar geht an … die Wasserfälle der Hoëgne und Statte

Cascade Léopold II

Cascade Léopold II

Es wäre vermessen zu behaupten, dies sei die schönste Runde (16,2 km: 306 hm) in der Eifel und ihren Randgebieten, die wir je gewandert seien. Das würde den herrlichen Touren in der Rureifel, der Vulkaneifel, der Südeifel und an Mosel, Rhein oder Ahr nicht gerecht.

Gleichwohl: Die Tour an den Wasserfällen der Hoëgne und Statte bietet großes Wanderkino, im Herbst verdient sie Oscars in einer Vielzahl von Kategorien: Die Hoëgne für die beste Hauptdarstellerin, die Statte für die beste Nebendarstellerin, das umgebende Venn für das beste Szenenbild, Felsen und Wasserfälle für die besten visuellen Effekte, die Bäche für den besten Ton und die Natur für das beste Originaldrehbuch. Selbst jetzt, im Frühsommer, ist die Aufführung gut für die Nominierung in allen diesen Kategorien.

Am Westrand des Venns, zwischen den Orten Solwaster und Hockai, haben die Hoëgne und Statte tiefe, schmale Täler in die Ardennen geschnitten; im Frühjahr, nach der Schneeschmelze, stürzen die Wassermassen tosend und kraftvoll zu Tal, jetzt im Frühsommer hat das Wasser immer noch etwas von seiner urtümlichen Kraft. Über zahllose Kaskaden plätschert es dahin, vor dem Hintergrund der jugendlich, sommerlich gefärbten Bäume ein malerisches Bild.

Wir haben das Bachtal der Hoëgne und der Statte mit dem Grenzweg (er verläuft entlang der ehemaligen belgisch-preußischen Grenze, zahlreiche Grenzsteine geben Zeugnis davon) zu einer Runde von 16 km (300 hm) verbunden.

Wegeverlauf (Gehrichtung gegen den Uhrzeigersinn): Wanderparkplatz an der Hoëgne beim Le Petit Normand – Cascade Marie-Henriette – – Cascade Léopold II – Les Cascatelles – Grenzweg – Kreuz der Verlobten – Wihonfagne – Statte – Cascade des Nutons – Rocher de Bilisse – Dolmen – Le Petit Normand

Informationen zu dieser Wanderung mit GPS-Track zum Herunterladen und Karte zum Ausdrucken finden Sie bei Outdooractive, unseren Fotobericht in Facebook.

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